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Fotogalerie Döbraer Waldgebiete und Waldteiche

Das Döbraer Gebiet ist, wie das gesamte Gemeindegebiet, durch eine Wald- und Agrarlandschaft (Weide- und Ackerland) geprägt.


Auf trockenem Sandboden stehen Kiefern-Monokulturen.



Auf nährstoffreicheren, feuchteren Böden wächst unter den Kiefernbeständen ein Nadel-Laub-Mischwald heran bzw. wird ein solcher von der Forstwirtschaft gefördert, um die reinen Kiefern-Monokulturen mit all ihren Problemen wie der hohen Waldbrandgefahr und der Anfälligkeit für Schädlingsbefall allmählich zu ersetzen.

Im etwas feuchteren Kiefernwald ist stellenweise der Keulenbärlapp zu finden, an den Waldrändern stehen gelegentlich Wacholderbüsche. Zu den seltenen hier brütenden Vogelarten gehört der Schwarzspecht.



Auf magerem Sandboden, der für weite Teile der nördlichen Oberlausitz und der Niederlausitz typisch ist, versickert das Wasser recht schnell und tief und trägt die Nährstoffe mit sich fort, sodass hier im Unterwuchs gewöhnlich nur anspruchslose Laubhölzer wie Birke und Faulbaum aufkommen.




Stellenweise wurde der Anbau von Fichten und Lärchen versucht. Wegen der Bodenverhältnisse erreichen diese jedoch keine so gute Wuchsleistung (Holzzuwachsrate) wie die Kiefern, sodass sie hier wohl von untergeordneter Bedeutung bleiben werden.




In Bereichen mit hoch anstehendem Grundwasser oder einem wasserundurchlässigen tonigen Untergrund bilden sich kleine Tümpel und Moraste in den Senken. Solche Moraste und Feuchtgebiete waren einst typisch für weite Gebiete der nördlichen Oberlausitz und der Niederlausitz. Die umfassenden Entwässerungen durch die Landwirtschaft und den Kohlebergbau ließen jedoch nur wenige Reste übrig.


Im Döbraer Umland verschwanden in den 1970er Jahren im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft auch viele Feuchtwiesen, auf denen seltene Pflanzenarten wie Knabenkräuter (Orchideen) und Scheidiges Wollgras wuchsen. Zugunsten der Landwirtschaft wurden neben den Feuchtgebieten auch viele Wege beseitigt und Bachläufe verrohrt oder in Abflusskanäle umgewandelt. Die Waldränder wurden beschnitten, also ihrer gebüschreichen Waldsaumgesellschaft beraubt, um jeden Quadratmeter als Feldfläche nutzen zu können. Ebenso verschwanden viele kleine Gehölzinseln und -streifen. Damit verlor das Niederwild seine Deckung, sodass z.B. Wildhasen, Fasane und Rebhühner, die einst zahlreich hier lebten, verschwunden sind. Auch die auf dieses Niederwild angewiesenen Greifvögel gingen in ihrem Bestand zurück. Ebenso erlaubt die intensive Landwirtschaft den einst hier zahlreichen Bodenbrütern wie Feldlerche und Kiebitz kaum noch Brutmöglichkeiten.






Neben dem großen geschlossenen Teichgebiet zwischen Döbra, Skaska und Trado gibt es auch in den Wäldern um Döbra sowohl im Nordwesten als auch im Süden idyllisch gelegene Teiche, die - der Döbraer Teichwirtschaft zugehörig - der Fischzucht dienen.
Zeitweise brüteten in der Döbraer Gegend die Rohrweihe und der Fischadler, und sogar der Seeadler jagte hier. Auch Graureiher und Kormorane waren zahlreich anzutreffen, wurden aber in den letzten zwei Jahrzehnten als "Fischereischädlinge" sehr dezimiert bzw. durch starken Bejagungsdruck vertrieben. Der buntschillernde Eisvogel, der in den steilen Sandufern des Flusslaufes der Schwarzen Elster und am Ufer einiger Fischteiche brütete, ist durch Umgestaltung der Gewässerufer hochgradig gefährdet.

Die mit der politischen Wende 1990 verbundene Hoffnung, dass der bisherige absolute Vorrang von Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft gegenüber den Belangen des Natur- und Artenschutzes und des Erholungswesens deutlich zurückgenommen wird, hat sich bislang leider nicht erfüllt. Nicht zuletzt durch die nun stärker gewinnorientierte Bewirtschaftung der Naturressourcen hat sich die Situation in mancher Hinsicht sogar noch verschärft.

Um die bisher als Wirtschaftsfaktor sehr vernachlässigte Naturschutz- und Erholungsfunktion der Landschaft und ihren Artenreichtum zu fördern, wäre es z.B. nötig, die Landwirtschaftsflächen mit vielen kleinen Gehölzinseln und -streifen wesentlich kleinräumiger zu gliedern, die gebüschreichen Waldsäume wieder herzustellen, mit Sträuchern und Bäumen gesäumte Wege anzulegen, natürliche Bachläufe wieder bzw. neu zu schaffen, die Verkrautung der Bachläufe und des Flusses Schwarze Elster nicht mit kostenintensiven mechanischen Mitteln, sondern durch Beschattung mit Bäumen und Sträuchern zu mindern und das bisher ganzjährige Jagdgeschehen im Teichgebiet auf die herbstliche Entenjagd einzuschränken (ggf. mit Vereinbarung einer Ausgleichszahlung für die durch Wildvögel verursachten Fischereischäden). Die in ihrem Relief sowie in ihrer Flora und Fauna abwechslungsreiche Landschaft des Gemeindegebietes ist ein Kleinod, das es zu schützen und zu fördern gilt, nicht zuletzt, weil sich der einnahmenbringende Tourismus in der Gemeinde vorrangig auf diese Naturausstattung stützt.









Gleich hinter den Waldteichen beginnt wieder der recht einförmige, aber sehr pilz- und beerenreiche und wegen der starken Harzproduktion der Bäume überaus aromatisch duftende Kiefernwald. Hier graben der Fuchs und der Dachs ihre Baue. Anders als in den Wäldern des nahen Westlausitzer Berglandes ist die Zeckengefahr in den Wäldern des Gemeindegebietes äußerst gering, weil die Lebensbedingungen für diese unangenehmen Tiere hier offensichtlich ungünstig sind. Wegen der vielen Teiche und Moraste in der Umgebung sind dagegen die Stechmücken, vor allem im Spätsommer, hier außerordentlich aktiv.





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